Babymassage: Nähe und Entspannung

0 bis 6 Monate
Babymassage:
Nähe und Entspannung


Ihr Baby ist endlich da! Die ersten Wochen und Monate sind eine besonders aufregende Zeit, in der sich die frischgebackenen Eltern und der neue Erdenbürger miteinander vertraut machen. Der Körperkontakt spielt gerade in dieser ersten Phase eine besonders wichtige Rolle für das Wohlbefinden und die Entwicklung des Babys.

Babymassage: Anleitung

Die Babymassage stellt eine sehr intensive Form der Zuwendung dar: Sie schafft nicht nur Nähe und Geborgenheit, sondern hat auch eine beruhigende und entspannende Wirkung. Denn durch sanftes Streicheln und Massieren wird das Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet. Schenken Sie Ihrem kleinen Schatz diese schönen Momente voller Geborgenheit.

Vorbereitungen:

  • Wählen Sie einen passenden Moment für das kleine Verwöhnprogramm, z. B. nach dem Mittagsschlaf oder nach dem Baden. Ihr Baby sollte wach und gesättigt sein und nicht gerade wild strampeln wollen. Wichtig: Spüren Sie genau hin, was Ihr Kind gerade braucht und wie es auf Ihre Berührungen reagiert – vor allem Neugeborene können von der Geburt noch recht angestrengt sein, sodass sie noch etwas Zeit brauchen, um sich auf eine Massage einlassen zu können.
  • Sie selbst sollten ruhig und entspannt sein. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit (ca. 10 bis 20 Minuten) für die Massage und schalten Sie Störfaktoren wie z. B. Telefon und Fernseher aus.
  • Ziehen Sie sich mit Ihrem Baby in eine nicht zu helle, ruhige Ecke zurück.
  • Achten Sie darauf, dass der Raum wohlig warm ist bzw. stellen Sie einen Heizstrahler auf. Auch Ihre Hände sollten warm sein.
  • Wenn Sie möchten, können Sie auch ein Öl verwenden, das allerdings speziell für die Babymassage geeignet sein muss. Infrage kommen z. B. hochwertige Mandel- oder Sonnenblumenöle (Bioqualität). Ätherische Öle oder Duftstoffe sind für Babys nicht geeignet.

Wann dürfen Sie Ihr Baby nicht massieren?

In einigen Fällen sollten Sie Ihrem Baby zuliebe auf die Massage verzichten, so z. B.:

  • Wenn Ihr Baby gerade gestillt wurde oder getrunken hat
  • Bei Fieber
  • Bei Hauterkrankungen
  • Bei Neugeborenen-Gelbsucht

Babymassage:
Jetzt kann es losgehen!

  • Legen Sie Ihr Baby auf den Rücken – ein dickes Handtuch oder eine kuschelige Decke eignen sich als Unterlage.
  • Probieren Sie aus, ob Ihr Baby den direkten Hautkontakt mag oder ob es lieber angekleidet (z. B. dünner Body) massiert werden möchte.
  • Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Hände und Finger langsam und harmonisch bewegen und üben Sie nur einen ganz leichten Druck dabei aus.
  • Wie lange massieren? Beobachten Sie Ihr Kind: Wahrscheinlich wird es Ihnen ein Zeichen geben, wenn es genug hat. Bei Neugeborenen sollten fünf Minuten ausreichen, später kann eine Massage auch bis zu 20 Minuten dauern.
  1. Legen Sie Ihre Hände links und rechts seitlich auf das Köpfchen auf, Ihre Fingerspitzen zeigen in Richtung Scheitel.

  2. Führen Sie mit den Daumen kreisende Bewegungen aus und massieren Sie so zunächst die Stirn und die Wangen.

  3. Führen Sie die Bewegungen dann vom Augenwinkel aus über die Augenbrauen bis unter die Augen fort und massieren Sie die kleine Nase von oben nach unten.

  4. Zeichnen Sie mit Ihren Fingern ein kleines Herz zum den Mund und bewegen Sie dann Ihre Daumen vom Kinn aus wieder zu den Schläfen hinauf.

  1. Umschließen Sie mit beiden Händen jeweils einen Oberschenkel und streichen Sie von der Leistengegend aus das Bein nach unten aus – dabei das Beinchen leicht strecken und nach außen öffnen.

  2. Anschließend die Fußsohle von der Ferse zu den Zehen mit den Daumen massieren und die Zehen einzeln ausstreichen.

  3. Das andere Bein genauso massieren.

  1. Umschließen Sie mit beiden Händen jeweils einen Oberarm und streichen Sie den Arm von der Schulter in Richtung Handgelenk aus – dabei das Ärmchen leicht strecken und nach außen öffnen.

  2. Anschließend die Hände vom Handteller aus in Richtung Finger massieren und die Finger einzeln ausstreichen.

  3. Den anderen Arm genauso massieren.

  1. Mit den flachen Händen seitlich am Rumpf nach unten streichen.

  2. Dann mit beiden Handflächen vom Brustbein über die Brust nach außen und abwärts zu den Hüften streichen („Herzgriff“).

  3. Anschließend abwechselnd mit der rechten und linken Hand von der Schulter zur gegenüberliegenden Hüfte streichen (dabei zeichnen Sie ein „Andreaskreuz“ nach).

  4. Zum Abschluss wellenförmige Bewegungen von der Seite zum Schambein ausführen.

  1. Drehen Sie Ihr Baby vorsichtig auf den Bauch.

  2. Streichen Sie einige Male mit beiden Händen im Wechsel vom Nacken aus über den Po nach unten bis zu den Füßen.

  3. Anschließend mit den Fingerkuppen sanfte, kreisende Bewegungen rechts und links entlang der Wirbelsäule durchführen.


Vergessen Sie nicht, während der Massage mit Ihrem Baby zu sprechen und immer wieder Blickkontakt aufzunehmen.


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