Windeldermatitis: Ursachen
Was reizt die Babyhaut?

Windeldermatitis:
Ursachen

Feuchtigkeit und Reizstoffe aus Urin und Stuhl − meist sind es mehrere Faktoren, die bei der Entstehung der Windeldermatitis eine Rolle spielen. Die wichtigsten Ursachen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Windeldermatitis: Ursachen, die die Haut reizen

In der Regel wirken verschiedene Einflüsse bei der Entwicklung einer Windeldermatitis mit. Der ständige Kontakt mit Urin und Stuhl führt zu einem Verlust der natürlichen Schutzfunktionen der Haut. Zudem ist die Babyhaut ohnehin noch sehr empfindlich: Die einzelnen Hautschichten und der Säureschutzmantel, der normalerweise als Barriere gegen Krankheitserreger dient, sind noch nicht vollständig ausgebildet. Die Folge: Die Haut reagiert besonders anfällig auf Reizstoffe und ist auch gegen die Besiedlung mit Pilzen und Bakterien schlecht gewappnet.


Windeldermatitis: Ursachen im Überblick

  • Feuchtigkeit und Wärme
  • Ausschluss von Sauerstoff
  • Hautkontakt mit Stuhl und Urin
  • Mechanische Reizung durch das Windelmaterial
  • Durchfall (z. B. beim Zahnen)
  • Saure Lebensmittel
  • Reizstoffe in Pflege- oder Reinigungsprodukten

Gereizte Haut: Idealer Nährboden für Erreger

Entzündete und gereizte Haut ist besonders anfällig für Krankheitserreger. Auch bei der Windeldermatitis besteht ein Risiko für eine Infektion mit Pilzen (z. B. Windelsoor) oder Bakterien, die zu einer Ausbreitung des Ausschlags mit offenen, nässenden und schmerzhaften Wunden und Pusteln führen kann.


Windeldermatitis:
Diese Einflüsse schädigen die Haut

Windeldermatitis: Diese Einflüsse schädigen die Haut
  • Feucht-warmes Milieu in der Windel:
    Durch Nässe, Körperwärme und den Ausschluss von Sauerstoff entsteht eine „feuchte Kammer“ in der Windel. Sie führt dazu, dass die oberste Hautschicht aufweicht und regelrecht aufquillt. Dadurch wird die Haut leichter durchlässig für hautreizende Substanzen und auch Krankheitserreger wie Pilze oder Bakterien haben besonders leichtes Spiel.
  • Hautkontakt mit Urin und Stuhl:
    Enzyme aus dem Urin bewirken, dass der pH-Wert auf der Haut steigt und so der natürliche Schutzschild gegen Keime (z. B. Candida albicans, Staphylococcus aureus) geschwächt wird. Verdauungsenzyme aus dem Stuhl greifen die Haut ebenfalls an. Gut zu wissen: Speziell bei Durchfall (z. B. beim Zahnen typisch) kommt es zu einer vermehrten Aktivierung von Verdauungsenzymen, die die Haut schädigen.
  • Mechanische Reize durch die Windel:
    Zu einer zusätzlichen Reizung kommt es durch Reiben und Scheuern des Windelmaterials auf der Haut – dabei reagiert feuchte Haut besonders empfindlich.

Neben diesen Faktoren können auch saure und scharfe Lebensmittel oder Reizstoffe in Reinigungs- oder Pflegeprodukten (z. B. Duft- und Konservierungsstoffe) die Haut am Babypo angreifen.

Gut zu wissen: Jedes Kind reagiert unterschiedlich auf die Reizstoffe im Urin und Stuhl – manche Babys sind so empfindlich, dass sie eine Windeldermatitis entwickeln, obwohl die Eltern ständig die Windeln wechseln und auch bei der Reinigung und Pflege alles richtig machen.


Gereizte und entzündete Haut ist der ideale Nährboden für Krankheitserreger wie Pilze und Bakterien. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Behandlung, damit sich die empfindliche Babyhaut schnell wieder erholt.


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