Babyernährung: Mama, was gibt es zum Essen?

6 bis 12 Monate
Babyernährung:
Mama, was gibt es zum Essen?


Irgendwann reicht der Nährstoffgehalt in der Mutter- oder Fertigmilch nicht mehr aus, um das Baby mit ausreichend Energie und Nährstoffen zu versorgen. In der Regel wird deshalb ab dem fünften Monat (spätestens aber ab dem 7. Monat) die sogenannte Beikost eingeführt. Das bedeutet, dass schrittweise ausgewählte Breimahlzeiten gegeben werden. Gegen Ende des ersten Lebensjahres wird Ihr Baby sich immer mehr dafür interessieren, was Mama, Papa und Geschwister essen – langsam erfolgt so die Umstellung auf die Familienkost.

Beikost: Schritt für Schritt von der Milch zum Brei

Experten für Kinderernährung empfehlen, im Abstand von etwa vier Wochen nacheinander folgende Breimahlzeiten als Beikost einzuführen:

  1. Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei (kann mit Fisch variiert werden)
    → Anfänglich wird ein reiner Gemüsebrei gegeben: Zu den gut verträglichen Gemüsesorten zählen neben der Karotte
    z. B. auch Kürbis, Pastinake und Zucchini. Später kommen dann Fleisch oder Fisch hinzu.

  2. Milch-Getreide-Brei
    → Mit diesem Brei bekommt Ihr Baby erstmals Kuhmilch. Sie sollte im ersten Lebensjahr nur in kleinen Mengen gegeben werden.

  3. Getreide-Obst-Brei
    → Wird z. B. mit Getreideflocken oder Gries und püriertem Obst (z. B. Apfel, Birne, Banane, Pfirsich, Nektarine) zubereitet.

Ob Sie die Breimahlzeiten selbst zubereiten oder fertige Gläschen verwenden, bleibt Ihnen überlassen. Achten Sie jedoch bei Verwendung von industriell gefertigter Babynahrung darauf, dass die Mahlzeit für das Alter Ihres Kindes geeignet ist und keine Süßstoffe enthält.

Wichtig: Die ersten Breimahlzeiten werden nur in sehr kleinen Portionen – anfänglich z. B. nur ein oder zwei Löffel Gemüsebrei – gefüttert. Schließlich muss sich das Baby erst an den Löffel, den neuen Geschmack und das neue Mundgefühl gewöhnen. Da diese Mengen zur Energie- und Nährstoffversorgung nicht ausreichen, muss das Baby anschließend gestillt oder mit dem Fläschchen gefüttert werden, damit es auch wirklich satt wird.

Tipps für die Umstellung

  • Die Brei-Mahlzeiten müssen anfänglich fein püriert werden, da das Baby kleine Stückchen noch nicht richtig schlucken kann.
  • Ab etwa 8 Monaten reicht es oft aus, weiche Lebensmittel mit der Gabel zu zerdrücken – auch hier kommt es auf einen vorsichtigen Versuch an.
  • Neue Lebensmittel sollten immer nur schrittweise eingeführt werden, damit eventuelle Allergien oder Unverträglichkeiten möglichst schnell identifiziert werden können. Als Faustregel gilt: Ein neuer Brei pro Monat, eine neue Zutat pro Woche.
  • Verwenden Sie kindgerechte Plastiklöffel zum Füttern – Löffel aus Metall fühlen sich in Babys Mund kalt an und können den Gaumen verletzen.
  • Nicht verzweifeln, wenn der Brei nicht sofort auf Begeisterung stößt: Weigert sich das Kind den Brei zu essen, sollte es nicht dazu gezwungen werden. Es reicht aus, es bei der nächsten Mahlzeit wieder zu versuchen.

Ernährung im 1. Lebensjahr:
Ungeeignete Lebensmittel

Einige Lebensmittel sind für Babys im ersten Lebensjahr ungeeignet. So sind rohes Fleisch, roher Fisch oder Rohmilch mit einem erhöhten Risiko für Lebensmittelinfektionen verbunden. Schwer Verdauliches (z. B. Hülsenfrüchte) oder sehr fette Speisen können dagegen das noch nicht vollständig ausgereifte Verdauungssystem überlasten.

Ungeeignete Lebensmittel – Beispiele:

  • Rohes Fleisch und roher Fisch
  • Rohmilch
  • Schwer verdauliche oder sehr fette Speisen
  • Nüsse
  • Salz (auch bei Mineralwasser den Salzgehalt prüfen bzw. auf den Hinweis „Zur Herstellung von Babynahrung geeignet“ achten)
  • Scharfe Gewürze

Auch Zucker sollte den Mahlzeiten nicht zugesetzt werden.

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